Nr. 26 / 30. Juni 2015 / 47. Jahrgang  
  
Logo Glinder Zeitung

 
 Verlag Hans-Jürgen Böckel GmbH, Beim Zeugamt 4, 21509 Glinde, Telefon 040/710 90 80, Fax 040/710 90 888, E-Mail: info@glinder-zeitung.de, Druckauflage 41.400
 Wöchentlich an die Haushalte in Aumühle, Barsbüttel, Boberg, Börnsen, Braak, Brunsbek, Glinde, Oststeinbek, Reinbek, Stapelfeld, Wentorf, Witzhave und Wohltorf
  Home Mediadaten Impressum Wir über uns AGB´s Kontakt Anzeigenaufnahme
   
 
GLINDE
Mit "Glinde 2035" ging es in die zweite Runde
weiter
 

REINBEK
Protest gegen die Krankenhausreform
 
weiter
 
 
Landträume für die ganze Familie
weiter
 
Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald:

Barsbüttel
Gerda Michels von der Gemeinde geehrt

Reinbek
85 Aussteller im Reinbeker Rathaus


SONDERSEITEN:

777 Jahre Willinghusen

WVB informiert

Reinbek erwartet Sie

Erbrecht



Die 9. Wentorfer Kulturwoche war ein voller Erfolg
Ein neues Zuhause für "Henry"

Sybille Marks freut sich, dass Bille-Geist "Henry" bei Wiebke von Seth und Laura Teske ein neues Zuhause gefunden hat.

Foto: Rutke

Wentorf (sr) - Eine ganze Woche lang drehte sich in Wentorf alles um die Kultur: Musik und Tanz, Kunst und Mitmach-Aktionen, Theater und Konzerte lockten hunderte von Besuchern an die 25 verschiedenen Veranstaltungsorte. Mit der Versteigerung der Bille-Geister und einem großen Konzert im Gymnasium endete die 9. Wentorfer Kulturwoche am Sonntag.
"Es war klasse", strahlte Organisatorin Sybille Marks, die mit ihrem Team für Spaß, Unterhaltung und viele neue Eindrücke gesorgt hat. In diesem Jahr gab es sehr viel Hochwertiges zu sehen und zu hören und alle Veranstaltungen waren gut besucht. Am Abschlusstag nutzten viele Besucher das herrliche Sommerwetter, um mit dem Fahrrad oder zu Fuß von einem Event zum nächsten zu fahren.
Vor der alten Schule baumelten an einem Seil, das zwischen die Bäume gespannt war, die "Bille-Geister". Phantasievolle Geschöpfe aus unterschiedlichsten Materialien bewegten sich im Wind. Ein weiterer Bille-Geist, geschnitzt aus einem Holzstamm, stand am Boden.
Bei der Versteigerung gab es fröhliche Gesichter. "Henry", ein Geschöpf aus einem alten Reisstrohbesen, blauen Mülltüten und mit langen Tentakeln aus Plastikflaschen, hat jetzt ein neues Zuhause. Stolze Besitzerin ist die Wentorferin Wiebke von Seth. Ihre Tochter Laura Teske (17) hat Henry zusammen mit ihren Mitschülerinnen Sophia Lüneburg und Katja Schönmeier kreiert. Die Schülerinnen des Gymnasiums Wentorf haben sich einen Bille-Geist als Kunstprojekt ausgesucht. "Henry" hat ihnen nicht nur Geld für die Klassenkasse, sondern auch dreimal 14 Punkte im Kunstunterricht eingebracht.
Den geschnitzten Bille-Geist hat Marlies Rothländer ersteigert. Sein Schöpfer ist Rüdiger Marks, Mitglied im Organisationsteam der Kulturwoche. "Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass die Figur versteigert wird", lachte er, denn eigentlich wollte Marks die Skulptur behalten. Er hatte den Preis extra hoch angesetzt. Nun muss er erneut zum Schnitzmesser greifen. "Der Bille-Geist ist ein Geschenk zur Goldenen Hochzeit für meinen Mann Dietrich", freut sich Marlies Rothländer.
Kreativ ging es ebenfalls zu in der Alten Töpferei, wo Gundel Zschau-Buchwald mit Kindern einen Mal-Workshop veranstaltet hat. Fröhliche Zirkusbilder in leuchtenden Farben waren das Ergebnis des Nachmittags. Dazu gab es ein kleines Maskentheater mit den eindrucksvollen Figuren aus dem Scharniertheater.
Frei nach dem Motto "Nach der Kulturwoche ist vor der Kulturwoche" startet das Organisationsteam jetzt in die Vorbereitungen für das nächste Jahr, denn 2016 feiert die Kulturwoche zehnten Geburtstag.




VSW: Die Konjunkturlage hat sich verbessert
Arbeitsmarkt auf Wachstumskurs

Oliver Franke, Nicole Marquardsen und Michael Voigt (v. l.) präsentierten die Ergebnisse der jüngsten Konjunktur-umfrage unter den Verbands-Mitgliedern.

Foto: Mommert

Stormarn/Herzogtum Lauenburg (mom) - Einmal jährlich präsentiert der Verband und Serviceorganisation der Wirtschaftsregionen Holstein und Hamburg (VSW) die aktuellen Konjunkturdaten aus der Region. "Wir haben einen guten Lauf im Verbandsgebiet, es gibt wenig Grund zur Klage für die Unternehmen. Das war vor einem Jahr schlechter", resümierte VSW-Vorstandsvorsitzender Michael Voigt.
Aus dieser stabilen Situation wird von den Unternehmen noch einmal eine Steigerung erwartet, berichtete VSW-Geschäftsführerin Nicole Marquardsen. Bei der Umfrage haben etwa 35 Prozent der 338 Mitglieder des VSW geantwortet - repräsentativ, wie Oliver Franke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, sagte.
Knapp 55 Prozent der befragten Unternehmen gaben ihre wirtschaftliche Situation als unverändert, 30,4 Prozent als verbessert gegenüber dem Vorjahr an. Bedingt durch die gute wirtschaftliche Situation hat sich die Auftragslage gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres verbessert oder ist gleich gut, so Voigt. Und 37 Prozent der VSW-Mitglieder gehen davon aus, dass sich die Auftragslage in der zweiten Jahreshälfte weiter verbessert. Ihre Investitionen gegenüber dem Vorjahr wollen 35 Prozent der befragten Unternehmen steigern.
"Dabei wirkt sich die gute wirtschaftliche Lage auch positiv auf den Arbeitsmarkt aus", so Voigt. Denn knapp 40 Prozent der befragten Unternehmen haben ihre Mitarbeiterzahl innerhalb der letzten sechs Monate gesteigert, etwa gleichviel haben die Mitarbeiteranzahl konstant gehalten. "Und in der zweiten Jahreshälfte wollen noch einmal 30 Prozent der Unternehmen ihre Mitarbeiterzahl erhöhen", sagte Franke.
Auch die Auswirkungen der ungekürzten Rente mit 63 und der Mindestlohn waren Gegenstand der Befragung. "Bei uns im Norden wird von der Rente mit 63 nur wenig Gebrauch gemacht. Zwischen null und fünf Mitarbeiter des infrage kommenden Mitarbeiterkreises verlassen ihre Unternehmen", sagte Voigt. Im Mittel beschäftigen die Unternehmen 135 Mitarbeiter. "Oft sind es allerdings Leistungsträger, die ihren Unternehmen den Rücken kehren", so Franke. Die sind dann nicht so leicht zu ersetzen. Das Mindestlohngesetz hingegen wirkt sich nicht so auf die Unternehmen aus. Lediglich die Reduzierung der Praktikantenplätze ist eine negative Auswirkung. "Es war ein grundlegender gesetzgeberischer Fehler, die Praktikumsverhältnisse nicht generell von der Regelung des Mindestlohnes auszunehmen", sagte Nicole Marquardsen. Die Geschäftsführerin wies noch einmal darauf hin, dass der VSW ein großes Leistungsspektrum hat und, neben rechtlichem Beistand, auch Seminare für Auszubildende und leitende Mitarbeiter der angeschlossenen Unternehmen anbietet.



Anzeigen