Nr. 13 / 31. März 2015 / 47. Jahrgang  
  
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Das Ostereiersuchen hat als Brauchtum eine lange Tradition
Das Ei als Symbol des Lebens

Das Ei ist - ebenso das junge Lamm - Symbol für das Osterfest. Die Fruchtbarkeitssymbole sind im deutschen Sprachraum seit dem 17. Jahrhundert als Osterbrauch belegt.

Foto: Rutke

Für alle Kinder ist das die größte Freude: Bunt bemalte oder verpackte Süßigkeiten, versteckt im Garten, zu suchen - und vor allem zu finden. Dieser Brauch zu Ostern hat eine lange Tradition. Bevorzugt werden dabei Ostereier aus Schokolade oder Marzipan, gefüllt mit Krokant oder anderen Leckereien.
Das Ei - ebenso wie Hase oder Lamm - gehören als Fruchtbarkeitssymbole seit mehr als 300 Jahren in der westlichen Hemisphäre zum Osterbrauchtum. Das Ei als Symbol des Lebens erinnert so zugleich an Ostern.
Allen Lesern und Kunden wünschen Verlag und Redaktion der Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald ein frohes Osterfest.




Gymnasiale Oberstufe in Reinbek und Wentorf
Die Kooperation ist geplatzt

Bürgermeister Björn Warmer und Bürgermeister Matthias Heidelberg

Reinbek/Wentorf (hap) - Ihre Bestürzung über die aktuelle Entwicklung können die beiden Verwaltungschefs nur mühsam verbergen. Reinbeks Bürgermeister Björn Warmer und sein Wentorfer Amtskollege Matthias Heidelberg hatten monatelang verhandelt, vermittelt und geschlichtet - ihr Ziel: eine gemeinsame gymnasiale Oberstufe an den Gemeinschaftsschulen in Reinbek und Wentorf. Doch daraus wird nichts. Die Kooperation ist geplatzt.
"Die Leitung der Gemeinschaftssschule Reinbek hat uns darüber informiert, dass sie eine gymnasiale Oberstufe in Reinbek mit einem Standort in Wentorf nicht umsetzen kann und wird", erklärte Warmer. Bei der Umsetzung des Konzepts sehe die Schulleitung erhebliche Probleme: Zum einen, so sei mitgeteilt worden, gebe es grundsätzlich Schwierigkeiten, Gymnasiallehrer für die Fächerkombination der geplanten Schulprofile zu finden. Überdies, so die Befürchtung der Schulleitung, werde es vermutlich schwierig, die Lehrkräfte dafür zu begeistern, zwischen den beiden Schulen hin- und herzupendeln.
"Die Leitung der Gemeinschaftsschule Reinbek hat aber angeboten, die Einführung des Kooperationsmodells der beiden Schulen um ein Jahr zu verschieben", so Warmer.
Doch von diesem Angebot möchte die Gemeinde Wentorf keinen Gebrauch machen. "Wir waren nicht amüsiert, um es vornehm zu formulieren", sagte Heidelberg. "Wir haben gesagt: ,Jetzt ist Schluss'", zitierte er aus einer gemeinsamen Sitzung der Fraktionsspitzen des Gemeinderats, der Elternvertretung und des Kollegiums der Gemeinschaftsschule Achtern Höben.
Schließlich stehe die Gemeinde gegenüber den Eltern in der Verantwortung. "Was, wenn es im nächsten Jahr wieder heißt: ,Die Kooperation lässt sich nicht umsetzen'?", sagte Heidelberg. Wentorf verfolgt jetzt eine neue Strategie. Das Motto: "Schule der Chancen". Die Gemeinschaftsschule Wentorf strebe nunmehr eine Kooperation mit dem örtlichen Gymnasium und den Regionalen Bildungszentren in Mölln und Geesthacht an, um den Schülerinnen und Schülern ein Abitur nach neun Jahren zu ermöglichen.
Die Entscheidung der Reinbeker Schulleitung gegen das Kooperationsmodell trifft aktuell 17 Wentorfer Schüler, die bislang für die gymnasiale Oberstufe angemeldet wurden. Die sollte ursprünglich - wie berichtet - an der Wentorfer Gemeinschaftsschule quasi als Ableger der gymnasialen Oberstufe der Gemeinschaftsschule Mühlenredder in Reinbek betrieben werden.
Das Kieler Bildungsministerium hatte zu Jahresbeginn den Antrag Reinbeks auf Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der Gemeinschaftsschule genehmigt. Die Nachfrage ist groß - nicht zuletzt mit Blick darauf, dass die Kinder nicht schon nach acht, sondern - wie in der Vergangenheit üblich - erst nach neun Jahren das Abitur machen. Für die gymnasiale Oberstufe in Reinbek wurden zum neuen Schuljahr nicht weniger als 90 Jugendliche angemeldet.
An der Schule am Mühlenredder wird die gymnasiale Oberstufe nach Worten von Bürgermeister Warmer wie geplant eingerichtet. Allerdings müssten dafür noch mehrere Gymnasiallehrer eingestellt werden.
Und die, so befürchtet die Leitung der Reinbeker Gemeinschaftsschule, könnten sich dagegen wehren, für den Unterricht der Kinder und Jugendlichen zwischen den beiden kooperierenden Schulen zu pendeln. Das sah zumindest das Modell für die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit der beiden Bildungseinrichtungen vor.
Mit Nachdruck verwahrt sich jedoch das Kollegium der Reinbeker Gemeinschaftsschule gegen den Vorwurf, es sei nicht bereit, regelmäßig zwischen den beiden Schulstandorten zu pendeln. "Wir haben von Anfang gesagt, dass wir die Kooperation wollen und waren auch bereit zu pendeln", sagt Agnes-Marie Vittinghoff, kommissarische stellvertretende Leiterin der Gemeinschaftsschule.
Aktuell gebe es nach ihren Worten etwa 40 Gymnasiallehrer mit der Fächerkombination Deutsch/Geschichte, die verfügbar wären. "Die meisten von ihnen möchten aber lieber an einem klassischen Gymnasium unterrichten und nicht an einer Gemeinschaftsschule", sagt Vittinghoff. Noch geringer sei das Angebot an verfügbaren Gymnasiallehrern mit der Fächerkombination Mathematik/Physik.
Im Kollegium der Gemeinschaftsschule Mühlenredder gibt es derzeit drei Gymnasiallehrer. "Drei weitere Gymnasiallehrer werden zu Anfang des neuen Schuljahres benötigt", so Vittinghoff.
Die Lehrer seien aufgrund der Profil-Strukturen gezwungen, mehrfach am Tag zwischen den beiden Gemeinschaftsschulen zu pendeln. Letztlich, so Vittinghoff, lasse es sich aber nicht vermeiden, dass auch die Schülerinnen und Schüler je nach Unterrichtsfach zwischen Reinbek und Wentorf pendeln.
Nicht zuletzt wegen der für das nächste Jahr geplanten Bauarbeiten in der Ortsdurchfahrt Reinbek und der damit verbundenen Verkehrsbehinderungen, die sich massiv auf den Pendelverkehr auswirken, habe das Kollegium entschieden, die Kooperation der Schulen um ein Jahr zu verschieben.



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