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   Nr. 21
   24. Mai 2016
   48. Jahrgang
   
 
GLINDE
Schilder gegen illegale Müllkippen

"Das ist doch furchtbar. Die Leute kommen von überall hierher und schmeißen ihren Müll hier hin." Brigitte Gleu, Bewohnerin einer Mietwohnung am Buchenweg ärgert sich über die wilde Müllkippe am Straßen- rand. Bürgermeister Rainhard Zug kann der 76-Jährigen nur zu- stimmen.

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REINBEK
Internetsurfen statt Mathe & Co.

21 Schüler der Klasse 3a der Grundschule Klosterbergen erlebten einen außerge- wöhnlichen Unterrichts- tag. Die Medien- pädagogen Lena Rosenkranz und Martin Oberwetter vom Verein Blickwechsel führten den PIF! - Projekttag für Internetfrischlinge - durch.

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung · Sachsenwald:

Barsbüttel
Ballons waren die größte Hürde

Wentorf
Startschuss für das letzte Wohngebiet


SONDERSEITEN:

Steuerrecht

Gartenambiente



Die Angebote des JuzO werden fast täglich von 15 bis 50 Kids genutzt
Von Töpfern bis Breakdance

Die Töpferwerkstatt ist beliebt bei Groß und Klein. Sie ist nur eines von vielen Angeboten, die regelmäßig von Ehrenamtlichen angeleitet werden.

Foto: Iwohn

Oststeinbek (ciw) - Das Jugendzentrum Oststeinbek (JuzO) rückt mehr und mehr in das Zentrum des Ortes. In der Nachbarschaft am Meessen sind bereits das Sportforum und eine Kindertagesstätte entstanden, und ein Bauplatz in der Nähe wird als Standort für die neue Grundschule favorisiert.
Jugendpfleger Marc Moder versteht das JuzO als "offenen Raum", wo Kinder spielen, basteln, toben und Musik machen können, als "Lernbereich" mit Kursen wie Töpfern, Fußball oder Breakdance und auch als Raum, sich auszuleben. "Wir wollen soziale Kompetenzen stärken", sagt er.
Marc Moder ist bereits mit 26 Jahren ein "alter Hase" in Sachen Jugendarbeit. Der Leiter des Jugendzentrums Oststeinbek (JuzO), der Nachfolger des langjährigen Jugendpflegers Hani Schinowski, hat schon vor Jahren als Ehrenamtler im JuzO gejobbt und hier sein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Dann machte er seinen Bachelor in Erziehungs- und Bildungswissenschaft und wurde Erzieher im JuzO, dann nach seinem Master-Abschluss im vergangenen September JuzO-Leiter des vierköpfigen Teams.
Das Jugendzentrum versteht Moder nicht nur als "offenen Raum", wo Kinder spielen, basteln, toben und Musik machen können oder als "Lernbereich" mit Kursen wie Töpfern, Fußball oder Breakdance, sondern auch als Raum, sich auszuleben. "Wir wollen soziale Kompetenzen stärken, Offenheit für Diversität und für Akzeptanz und für eine Gleichbehandlung von Menschen schaffen", so Moder. "Die Kinder und Jugendlichen sollen stets im Mittelpunkt stehen, und unsere Arbeit soll sich an ihrem Bedarf orientieren. Die Jugendlichen sollen zu vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft werden und zur Selbstbestimmung angeregt werden."
Kann das JuzO Probleme der Kinder und Jugendlichen lösen? "Wir lösen keine Probleme, aber unterstützen die JuzO-Besucher dabei, ihre Probleme selbst zu lösen", so Moder. Als erstes müssen die Kids ihre Probleme erkennen. Wir bieten dann einen vertrauensvollen Rahmen, damit sie selbst daran arbeiten", sagt er. "Dazu gehören oft der Übergang von der Schule zum Beruf oder einen Ausbildungsplatz oder einen Beruf zu finden. Andere sind auf der Suche nach einer Wohnung. Es gibt auch Probleme mit Mobbing", erklärt Moder. "Bei Konflikten zwischen mehreren Personen helfen wir, Lösungsstrategien zu entwickeln oder mediationsähnliche Prozesse zu moderieren. Nie soll es belehrend sein."
Die Angebote richten sich nicht nur an bestimmte Altersgruppen, sondern sind auch Beiträge zur Gemeinwesenarbeit wie das Willkommens Café, das auch Flüchtlinge anspricht.
Andere Veranstaltungen sind für Familien gedacht wie das Eltern-Kind-Café oder der Erste-Hilfe-Kurs. Beliebt sind auch die Fußball-Angebote freitags für Neun- bis 15-Jährige und sonntags für alle ab 16 Jahren.
Viele Ehrenamtliche helfen mit, damit das JuzO attraktive Angebote bieten kann. Britta töpfert mittwochs ab 16 Uhr mit Groß und Klein, Kevin zeigt wie man Namen, Figuren und Smileys auf Transparente oder dunkle Folie sprayt, und Murat, Vater von drei Kindern, bringt den Jugendlichen Breakdance bei. "Dabei batteln sich die Jugendlichen, also treten gegeneinander an und machen auch gemeinsame Moves", erklärt Moder. Und die beiden Jugendlichen Max und Nico haben die Homepage des JuzOs neu aufgebaut.
Musikgruppen können die Probenräume nutzen, Rock Musik und Metal ist besonders gefagt. "Wir veranstalten auch Konzerte mit fünf Bands", so Moder. "Auch ein Event mit elektronischer Musik ist geplant, bei der verschiedene DJ's auflegen." Für ein Heidepark-Wochenende im Juli und eine Städtereise im Oktober nach Berlin, sind noch Plätze frei. Eine Tanzveranstaltung soll im Sommer angeboten werden.
Dauerbrenner sind Musik übers Internet hören, Billard spielen, Chillen, Toben, Computerspiele und gemeinsam kochen.
Das alles nutzen 15 bis 50 Kids am Tag. Das JuzO gibt es seit 1986 am Standort Meessen. Ursprünglich dezentral am Nordrand der Gemeinde gelegen, rückt es mehr und mehr in den Mittelpunkt der städtischen Kinder- und Jugendarbeit. Denn hier am Meessen sind das Sportforum und eine Kindertagessätte entstanden, eine neue Grundschule ist in der Nachbarschaft geplant.
Einmal in der Woche von den Oster- bis zu den Herbstferien ist das JuzO sogar mit Couch, Hängematte, Torwand und Grafitti-Werkstatt mitten im Ort auf dem Oststeinbeker Marktplatz präsent: montags von 14.30 bis 20 Uhr. "Ein Ziel dieses Angebots ist es, Vertrauen zu den Eltern aufzubauen", so Moder, "und neue Besucher zu werben."
Geöffnet ist das JuzO sonntags bis freitags von 14.30 bis 20 Uhr für Kinder ab neun Jahren sowie Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren.




"Runder Tisch" zu vieldiskutierten Finanzen
Mehr Geld für die Kinderbetreuung

Wentorfs Bürgermeister Matthias Heidelberg (hinten r.) bei der Vertragsunterzeichnung mit Kommunalpolitikern und Landrat Dr. Christoph Mager (vorn, M.).

Foto: PT

Wentorf (hap) - Städte und Gemeinden des Kreises Herzogtum-Lauenburg und der Kreis haben sich an einem "Runden Tisch" über die heftig umstrittenen Fragen der Finanzen geeinigt. In der vierten Runde ergab sich dabei nach Angaben eines Sprechers der Kreisverwaltung eine Linie - im Mittelpunkt standen dabei Bemühungen des Kreises um eine Konsolidierung seiner Finanzen und die Finanzierung der Kindertagesbetreuung, die vor allem die Kommunen belastet.
Vertreter der Kreispolitik sowie der Städte und Gemeinden verständigten sich darauf, dass die Kreisumlage um 0,9 Prozentpunkte - und nicht, wie geplant, um 1,3 Punkte - angehoben werden soll. So erzielt der Kreis Mehreinnahmen, die das Land Schleswig-Holstein als Voraussetzung für seine Unterstützung bei der Konsolidierung der Kreisfinanzen gefordert hatte.
Der Kreis Herzogtum-Lauenburg hat sich im Gegenzug verpflichtet, Zuschüsse des Landes für die Kindertagesbetreuung ab 2017 direkt an die Städte und Gemeinden weiterzuleiten. Die Kommunen sind auf diese Gelder dringend angewiesen, wenn sie die Eltern nicht noch stärker zur Kasse bitten wollen.
Genau dieses Argument führten SPD-Kreistagsabgeordnete am "Runden Tisch" ins Feld, als es um die Finanzierung der Kindertagesstätten ging. Während sie schon jetzt eine Neuregelung zum August nächsten Jahres forderten, sprachen sich CDU, FDP und Grüne sowie Vertreter der Städte und Gemeinden dafür aus, das derzeitige Finanzierungsmodell bis 2019 nicht grundlegend zu ändern. Dabei soll eine maßvolle Erhöhung der Elternbeiträge ermöglicht werden.
Politik und Verwaltung waren sich außerdem grundsätzlich darin einig, alle Fragen der Finanzierung der Kindertagesstätten und weiterer schulischer Betreuungsangebote in Zukunft in einer gemeinsamen Steuerungsgruppe zu erörtern.









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