Nr. 48 / 25. November 2014 / 46. Jahrgang  
  
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Olaf Kreienbring ist der Herr der Sportabzeichen beim SC Wentorf
Die "Olympiade des kleinen Mannes"

Wentorf. Mit vollem Schwung in die Sprunggrube: Kinder, Jugendliche und Erwachsene treten beim SC Wentorf alljährlich zum Sportabzeichen an.

Foto: PT

Wentorf (hap) - Am Sonntag, 18. Januar, wird es im Sportlerheim des SC Wentorf am Südring vermutlich eng. 88 Jugendliche und fast 100 Erwachsene werden sich einfinden, um die bronzenen, silbernen oder goldenen Sportabzeichen in Empfang zu nehmen, für die sie im Frühjahr und Sommer dieses Jahres auf dem Sportplatz oder in der -halle geschwitzt haben.

Immer mitten drin: Olaf Kreienbring. Ihn als lebendes Inventar beim Sportclub Wentorf zu bezeichnen, würde wohl zu weit führen. Doch der 66-jährige Ruheständler dürfte zu den seltenen Glücksfällen zählen, die für einen lebendigen Sportverein unerlässlich sind: Seit seinem 18. Lebensjahr engagiert er sich ehrenamtlich für den Sport - als Abteilungsleiter, Übungsleiter und Organisator. Inzwischen organisiert er die Abteilung Sportabzeichen beim SC mit 15 ehrenamtlichen Helfern und Prüfern.

2007 übernahm er diese Aufgabe von seiner Vorgängerin. "Zuvor war ich selbst seit 1980 Prüfer für das Sportabzeichen beim SC", sagt er. Immer am ersten Montag im Mai beginnt die Saison, die stets Ende September beendet wird. Nach den Statuten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) dauert die Saison zwar bis zum 31. Dezember. Aber wer rennt im Spätherbst bei Nebel und womöglich sogar Schnee noch gern über die Tartanbahn?

Dabei sind die zwölf Männer und vier Frauen, die beim SC Wentorf das Sportabzeichen abnehmen, ohnehin ständig den Unbilden der Witterung ausgesetzt. "Bei Wind und Wetter stehen wir auf dem Sportplatz", berichtet Olaf Kreienbring. Jeweils montags von 18.30 bis 20 Uhr sind die Prüfer vor Ort, um Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer auf ihrem Weg zum Sportabzeichen zu begleiten.

Olaf Kreienbring selbst hat in seinem Leben schon 26 Mal die Üungen für das Sportabzeichen absolviert. "Seit meiner Hüftoperation vor vier Jahren hat mir mein Arzt allerdings davon abgeraten", berichtet er. Seit seiner frühesten Jugend ist der Senior sportlich aktiv. "Das fing mit Turnen an", sagt er. Damals noch bei der Bergedorfer Turnerschaft, mit der er es als Leistungsturner bis in die Landesauswahl der Hamburger Jugend schaffte.

Später kam er zum SC Wentorf, war 17 Jahre lang Leiter der Prellball-Jugendabteilung und 18 Jahre lang Leiter der Turnabteilung. "Heute bin ich noch Übungsleiter der Herrengymnastik", sagt Kreienbring.

Daneben bleibt noch das Sportabzeichen. Kreienbring, gelernter Maschinenschlosser, der sich zum Maschinentechniker und Refa-Techniker weiterbildete und bis zuletzt im GKSS-Forschungszentrum Geesthacht arbeitete, führte in der Abteilung die modernen Methoden der Datenverarbeitung am PC ein. "Zuvor wurden alle Daten per Hand erfasst", erinnert er sich an die längst vergangenen Zeiten.

Beim Deutschen Sportabzeichen, auch als "Olympiade des kleinen Mannes" apostrophiert, treten die Teilnehmer - die übrigens nicht Mitglied des Sportvereins sein müssen - in verschiedenen Kategorien an. "Gefordert sind Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination", erläutert Kreienbring. Abhängig von Geschlecht und Altersklasse werden bestimmte Minimalanforderungen gestellt, die es zu erfüllen gilt. So müssen die Teilnehmer zum Beispiel eine festgelegte Strecke laufen, walken oder Rad fahren, Kugelstoßen oder einen Schlagball werfen, auf Schnelligkeit laufen oder schwimmen und sich außerdem in Hoch- oder Weitsprung beweisen. Die individuellen Leistungen werden mit Punkten bewertet. Das Gesamtresultat ergibt schließlich, ob der Freizeitsportler ein Abzeichen in Bronze, Silber oder Gold erhält.

"Die Bedingungen für das Sportabzeichen sind im vergangenen Jahr geändert worden", erläutert Kreienbring. So seien vor wenigen Jahren erst neue Trendsportarten ins Programm aufgenommen worden, die nun aber wieder durch traditionelle Disziplinen ersetzt wurden. "Jetzt können die Teilnehmer zum Beispiel auf Wunsch auch einen Zonenweitsprung absolvieren", erklärt der Ruheständler. Dabei müssen sie in einem Bewegungsablauf vier Einzelsprünge absolvieren, von denen die drei Besten gewertet werden.

Jeder Teilnehmer hat - assistiert von fachkundigen Übungsleitern - pro Trainingstag für jede Übung drei Versuche, um die erforderliche Anzahl von Punkten zu erreichen.

Teilnehmer fast aller Altersgruppen gehen beim SC Wentorf an den Start. "Sogar über 90-Jährige machen noch das Sportabzeichen", sagt Olaf Kreienbring. Andererseits finden sich auch Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten ein, um ihr Sportabzeichen zu machen. Und alle genießen die lockere Atmosphäre bei den Übungen auf dem Sportplatz. "Denn der Spaß steht hier im Vordergrund", sagt Olaf Kreienbring.




Schreitmüller: 4 Millionen Euro sind interessant
Kauft Gemeinde Takeda-Gelände?

Barsbüttel. Auf dem Gelände in Willinghusen befand sich früher eine umstrittene Tierversuchsanstalt.

Foto: Schult

Barsbüttel (bs) - Die Gemeinde könnte das Gelände der ehemaligen Tierversuchsanstalt im Ortsteil Willinghusen kaufen. Der jetzige Besitzer, die Firma Takeda, hat die Fläche, die überplant werden soll, der Gemeinde angeboten. Vier Millionen Euro soll Barbüttel dafür bezahlen. "Der Preis ist interessant", sagte Bürgermeister Thomas Schreitmüller. Die Politiker haben die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für Erwerb und Nutzung zu erarbeiten. Es soll bis zum März des kommenden Jahres vorliegen und die Grundlage für die Entscheidung sein. In dieser Zeit soll es regelmäßig Gespräche mit Vertretern der Fraktionen geben, um die Planung abzustimmen.
Über die künftige Nutzung des rund 4,8 Hektar großen Geländes ist bereits intensiv diskutiert worden. Bei zwei Workshops, zu denen die Firma Takeda eingeladen hatte, konnen die Bürger ihre Vorstellungen einbringen. Die Mehrheit hatte sich dabei dafür ausgesprochen, Wohnbebauung zu ermöglichen, die dem Charakter des Ortsteils entspricht. Aber auch Mietwohnungsbau und das Einrichten von Gemeinschaftsräumen gehören zu den Ideen. Dabei gingen die Planer, die Takeda beauftragt hatte, davon aus, dass die beiden relativ neuen Gebäude, in denen Büros und Labors untergebracht waren, weiter genutzt werden.
In Barsbüttel werden nicht nur verschiedene Neubaugebiete entwickelt, auch über Ausgleichsflächen für die Versiegelung der Landschaft wurde nachgedacht. So könnte die relativ waldarme Gemeinde neue Waldgebiete erhalten. Für die Aufforstung sind Flächen an der Autobahn 1 in Höhe des Ortsteils Stellaus sowie eine Wiese an der Ortsumgehung gegenüber der Straße Am Akku im Gespräch. Bevor dort gepflanzt werden kann muss jedoch gepant werden. Die Gemeinde muss ein Konzept erstellen und die Zulassung als ökologische Ausgleichsflchen bei der Umweltbehörde beantragen. Zudem müssen Fachleute hinzugezogen werden, die die Art der Bepflanzung festlegen. So kann noch gut ein Jahr vergehen, bis tatsächlich der erste Baum auf den künftigen Waldflächen in die Erde gesetzt wird.



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