Nr. 20 / 19. Mai 2015 / 47. Jahrgang  
  
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Auf die Fragen unserer Leser geben Experten Antworten - Zwei Veranstaltungen im Juni
Glinde 2035 - Ein Blick in die Zukunft

Martin Krause (l.) und Manfred Braatz (r.) werden gemeinsam mit Bürgermeister Rainhard Zug (Mitte) die Entwicklung von Glinde in den kommenden 20 Jahren diskutieren und auf Leserbriefe eingehen.

Foto: Iwohn

Glinde (ciw) - Wie wird die Stadt Glinde 2035, also in 20 Jahren aussehen? Wie werden die Menschen hier leben? Wohin gehen die wirtschaftliche und demografische Entwicklungen? Gibt es künftig zu wenig junge und zu viele alte Bürger? Und gibt es weiterhin einen Facharbeitermangel.? Glinde hat zurzeit eine Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent und liegt damit an der Grenze zur Vollbeschäftigung. Können kurzfristig Migration, die Beschäftigung von mehr Frauen und von Älteren den Arbeitsmarkt verstärken und welche langfristigen Rezepte kann es geben?
Mit diesen Fragen setzt sich eine Zukunftswerkstatt "Glinde 2035" auseinander, die gemeinsam von der Stadt Glinde und der Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald als Medienpartner angeboten wird. Es gibt dazu zwei Veranstaltungen am 12. und 26. Juni, die offen sind für alle Interessierten. Sie sind als Leser der Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald gefragt. Ihre Vorstellungen und Visionen sind bereits im Vorfeld willkommen. Schreiben Sie Ihre Fragen zur Zukunft Ihrer Stadt an die Redaktionsadresse der Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald , per Post oder per Mail. Einsendschluss ist der 1. Juni. Alle Anregungen sind willkommen. Sie werden gesammelt und den Experten vorgelegt. Sie werden darauf Antworten geben. Selbstverständlich können Sie auch bei den beiden Veranstaltungen am 12. und 26. Juni im Bürgerhaus ihre Fragen persönlich an die Referenten richten. Unsere Mail-Adresse lautet: redaktion@glinder-zeitung.de, die Postanschrift ist Glinder Zeitung, Beim Zeugamt 4, 21509 Glinde.
"Zukunftsorientiert und vorausschauend starten wir am Freitag, 12. Juni, um 19 Uhr mit einem ,Impulsabend' von Experten mit den Themen Demografie, Wirtschaft und Verkehr", sagt Bürgermeister Rainhard Zug, "Am Freitag, 26. Juni, um 19 Uhr folgt eine Podiums-Diskussion auf lokaler Ebene mit Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen und Verbänden, Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen, um gemeinsam ein Zukunftsbild unserer Stadt zu entwerfen und zu diskutieren: ,Glinde 2035'", so Zug.
Der Bürgermeister ist auch einer der drei Impulsgeber und spricht am 12. Juni über die demografische Entwicklung im Kreis Stormarn und in Glinde. "Das ,Gesicht' unserer jungen und wachsenden Stadt in der Region Südstormarn hat sich in den vergangenen zehn Jahren stark verändert. Rund 2.500 Neubürger sind nach Glinde gezogen, etablierte und viele neue Unternehmen am Ort verändern die Stadt und die Menschen die hier leben", erklärt der Bürgermeister dazu.
Zug referiert über den demografischen Wandel im Kreis Stormarn und in der Stadt Glinde, gibt Informationen zu Wohnformen und gesellschaftlichen Trends. Brauchen wir wieder mehr Familie, wie funktioniert der Zusammenhalt in der Gesellschaft, werden Mehrgenerationenhäuser und -quartiere entstehen, gibt es mehr Zusammenleben von jung und alt? Entwickelt sich Glinde bis 2035 zur Seniorenstadt oder zur Familienstadt?
Die beiden anderen Referenten am 12. Juni sind die Wirtschafts-Experten der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck Manfred Braatz und Martin Krause.
Braatz (44) ist Fachmann für Standortpolitik. Der Diplom-Geograph arbeitet seit sechs Jahren bei der IHK, war vorher bei der Landwirtschaftskammer. Sein Thema ist die räumliche Entwicklung der Region. Eine seiner Thesen: "Von der Fehmarn-Belt-Querung wird ein ähnlicher Effekt zum Beispiel in Sachen Catering und Übernachtung - auch für Glinde - ausgehen wie von der möglichen Ausrichtung der Olympischen Spiele in Hamburg. Nur dass Olympia vier bis sechs Wochen dauert, der Bau der Belt-Querung sechs bis acht Jahre." Krause (52), Diplom-Volkswirt und Journalist, arbeitet seit 24 Jahren für die IHK und wird über Verkehrsfragen und Arbeitsmarkt sprechen. Seine Thesen: "Der Verkehr ist unser Pulsschlag, die Straßen sind unsere Lebensadern. Weniger Verkehr heißt weniger Kunden. Städte, deren Innenstädte verkehrsberuhigt wurden, wie Ratzeburg, Mölln oder Bad Oldesloe klagen darüber, dass weniger Kunden kommen."
Am 26. Juni um 19 Uhr werden etwa ein halbes Dutzend Glinder über Zukunftsfragen diskutieren. Angefragt sind Vertreter von Glinder Vereinen, Unternehmer, und Jugendliche. Die Moderation übernehmen Bürgermeister Zug und Redakteurin Christiane Iwohn.




Ehrgeiziges Projekt - überregionale Bedeutung
Golfhotel mit Wellness-Oase

Eine Ansicht des geplanten Komplexes auf Golf Gut Glinde.

Foto: PT

Glinde (ciw) - Ein Hotel und eine Wellness-Anlage in einem mediterranen und arabisch-indischen Architekturstil mit einem geschätzten Investitionsvolumen zwischen 20 und 60 Millionen Euro sollen auf dem Gelände des Golf Gut Glinde entstehen. Baubeginn für das ehrgeizige Projekt könnte bereits im kommenden Frühjahr sein, Fertigstellung im Herbst 2017. Voraussetzung dafür ist noch die Zustimmung der Stadtvertreter. Der bisher gültige Bebauungsplan ermöglicht die Bebauung auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern, erforderlich ist jetzt aber eine Fläche von etwa 9.000 Quadratmetern, denn es soll mehr in die Breite gebaut werden mit Innenhöfen, Gärten und Pavillons. Die Brutto-Geschoss-Fläche bleibt erhalten, weil die Gebäude niedriger werden sollen, als bisher geplant. Projektentwickler und Betreiber der Anlage, die sich an dem Konzept führender europäischer Wellness-Anlagen orientiert wie zum Beispiel dem Mediterana in Bergisch-Gladbach, ist Siegfried Reddel, der viele Jahre das Objekt in Bergisch-Gladbach geleitet hat. Bauherr des Wellness Resort Glinde ist ein Investor oder eine Investorengruppe.
Das Golf Gut Glinde hat zurzeit eine 18-Loch- und eine 9-Loch-Anlage, einen Kurzplatz und eine große Drivingrange. Eine Erweiterung auf 36-Loch ist möglich.
Die Kombination von Hotel mit Golf und Wellness soll für eine gute Auslastung sorgen.
Die Wellness-Anlage soll sich bezüglich Niveau, Ausstattung und Dienstleistung an der gehobenen Hotellerie im 4 Sterne plus Segment bewegen. Geplant sind unter anderem Sauna und Wellnessanlage mit zehn bis zwölf Bäder-Kreationen, Gartenanlagen und Wandelgängen, Pool- und Wasserattraktionen, Wellness und Front-Cooking-Gastronomie, Bars, Kamin- und Lounge-Bereich, eine Pool-Landschaft mit Thermal-Becken und ein Sport- und Fitness-Club.
"Wir wollen mit dem Projekt Menschen in die Stadt holen. Diese Hotel- und Wellness-Anlage wird auch den Standard und die Kaufkraft in Glinde erhöhen und die Attraktivität der Innenstadt stärken können", sagt Grundstücksbesitzer Jens Lessau. "Ich bin hier in Glinde zuhause und bereite die Zukunft vor, auch für meine Tocher, die das später einmal übernehmen soll." "Gäste aus der gesamten Metropolregion werden nach Glinde kommen, ich rechne für dieses Hotel, das rund 130 Betten haben wird, mit einem Einzugsgebiet bis Lübeck und Schwerin", sagte Bürgermeister Rainhard Zug. "Das ist ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft für Glinde, das Stadt und Golf Gut Glinde attraktiver macht mit hochwertigem Hotel, Essen, Golf spielen und sich ein paar Tage lang oder tagsüber im Wellnessbereich erholen. Ein gut abgestimmtes Konzept", lobte er. Nach diesem Baustein habe der Grundstückseigentümer Lessau lange gesucht. Seit Anfang der 2000er Jahre sei klar gewesen, dass man einen hochwertigen Golfplatz in Glinde haben wolle. Baurecht gebe es für das Gelände bereits seit November 2011. Jetzt müsse der B-Plan geändert werden, weil mehr in die Breite gebaut werden soll. Denn die Gebäude sollen nicht höher als die Baumwipfelgrenze werden. Außerdem sollen das Greenkeeping verlegt und Parkplätze sollen geschaffen werden. Umweltbelange würden berücksichtigt, eine frühzeitige Bürgerbeteiligung sei eingeleitet. Lärm und Verkehr würden gesondert betrachtet.
"Ich hoffe, dass der Bauausschuss dem zustimmt. Mit einer Entscheidung ist voraussichtlich im August zu rechnen", sagte Bürgermeister Zug.
"Wir hatten zwar schon in der Vergangenheit etliche Informationen, aufgrund derer wir uns eine Meinung gebildet hatten", sagte dazu SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Wersel. "Aber mit den neuen Informationen kann sich die Lage natürlich ändern, wovon ich aber nicht ausgehe. Die Kernfrage ist ja, ob wir bei dem B-Plan unsere Zustimmung für mehr Breite statt Höhe geben. Die Entscheidung werden wir Anfang dieser Woche in unserer Fraktion treffen."
CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Reiner Neumann meinte dazu: "Unsere Fraktion steht dem Vorhaben positiv gegenüber. Denn das Projekt wird die Attraktivität von Glinde deutlich erhöhen. Wir werden über die Informationen, die wir im Bauausschuss erhalten haben, Anfang der Woche in der Fraktions-Sitzung sprechen."
Auch die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen will eine endgültige Meinungsfindung auf der Fraktionssitzung Anfang der Woche vornehmen.
Das geplante Hotel wird unmittelbar mit der Wellnessanlage verbunden, mit direktem Übergang vom Hotel in die Anlage. Einige Zimmer sind als "Wellnesssuiten" direkt in die Anlage integriert.
Alle Hotelgäste haben Zugang zu den Sport-, Schwimm-, Wellness- und Behandlungseinrichtungen der Anlage.
Damit entsteht für den Hotelgast ein überaus attraktives Angebot. Die Tagungs- und Event-Räume erstrecken sich auf einen Bereich von etwa 800 Quadratmetern und sind einerseits ausgestattet mit modernster Technik, bilden aber in ihrem Design und ihrer Architektur einen Rahmen für ausgefallene Feierlichkeiten. Der Haupttagungsraum mit bis zu 140 Personen kann dreifach unterteilt werden. Vier weitere Tagungsräume von 20 bis 40 Personen schaffen eine Gesamtkapazität von bis zu 250 Personen.
Somit liegt das Hauptaugenmerk für Tagungen und Seminare nicht auf Großveranstaltungen sondern eher auf sehr individuellen und anspruchsvollen Tagungsarrangements auch in Verbindung mit der Wellnessanlage oder mit Fitness- und Gesundheitsprogrammen.
An den Wochenenden stehen individuelle Buchungen und private Feierlichkeiten im Fokus - attraktiv besonders für den Wellness- und Golfurlauber sowie andere Kurz- und Städtereisende aus Deutschland und Europa. Auch für Urlauber auf dem Weg von oder nach Schleswig-Holstein oder Skandinavien könnte dieses Resort ein interessanter Ort für einen Zwischenstopp sein.



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