Nr. 36 / 01. September 2015 / 47. Jahrgang  
  
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Am 5. September eröffnet die 21. Ausstellung Kunstwerk Werkkunst im Schloss ihre Pforten
Buntes Kaleidoskop verschiedener Metiers

"Fenestra" lautet der Titel dieses Gemäldes von Simona Staehr aus dem Jahre 2009, das bei der Ausstellung Kunstwerk Werkkunst im Reinbeker Schloss gezeigt wird.

Foto: PT

Reinbek (pt) - Zum 21. Male treffen sich für ein Wochenende etwa 140 ausgesuchte Künstlerinnen und Künstler aus fast allen Bundesländern mit ihren Arbeiten im und am Schloss Reinbek. Am 5. und 6. September wollen Maler, Graphiker und Fotografen, Bildhauer, Objektkünstler, Designer und Werkkünstler unterschiedlicher Metiers miteinander kommunizieren und in den historischen Räumen, den Arkaden, im Innenhof und im Park sowie auf den Wasserflächen des aufwändig restaurierten Renaissance-Schlosses ihre besten Arbeiten aus- und vorstellen und zum Kauf anbieten.
35 Maler, Graphiker und Fotografen sind dabei, über 50 Bildhauer und Objektkünstler und fast ebenso viele Vertreter der angewandten Kunst: zartes Porzellan, rustikale und feinste Keramik, figürlich und für den täglichen Gebrauch, filigranes Glas, wertvoller Schmuck, edle Hölzer, feine Textilarbeiten sowie Kreatives aus Papier und Karton.
Auf eine Jury vor Ort wurde verzichtet, da die Ausstellenden weitgehend Mitglieder des Berufsverbandes Bildender Künstler, der Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Kunsthandwerks oder vergleichbarer Organisationen sind. Die Veranstalter und die Vertreter der bildenden und angewandten Kunst wollen dabei die Gleichwertigkeit unterschiedlichster künstlerischer Ausdrucksformen in Originalität, Kreativität und Perfektion demonstrieren.
Auf die Besucher warten unter anderem einige Besonderheiten:
Ein Mann, eine Frau und ein Apfel - so begann vor Urzeiten die Geschichte des Menschen. Sagt man. Und weil Geschichte ergebnisoffen und deshalb spannend ist, steht in diesem Jahr Bernd Obernüfemanns "Adam und Eva" in der Mitte des Schlosshofes, und das Thema Mensch zieht sich wie ein roter Faden durch Haus und Park und die Metiers von Kunstwerk Werkkunst.
Suchte Bernhard Köster aus Cloppenburg noch auf den Osterinseln Inspirationen zu seinen Sandsteinen, ist Helga Marschke-Schaupeter aus Bleckede ganz im Hier und Jetzt angekommen und installiert im "Heckenraum" ihre Altglaserie zur Freude der Besucher.
Dies sind nur einige Beispiele von der Vielfalt der aus verschiedensten Materialien gestalteten naturalistischen und abstrakten Werke, die den interessierten Besuchern von zirka 70 Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen der bildenden und angewandte Kunst in den gepflegten Außenanlagen des Schlosses vorgestellt und angeboten werden: 50 Künstler zeigen Arbeiten aus Stein, Holz und Metall, 20 Objektkünstler Kreatives aus Keramik, Holz und Acryl.
Im Schloss - ebenfalls zu bewundern und zu erwerben - können die Besucher weitere Kunstwerke und Werkkunst bewundern: Malerei, Graphik, Fotoarbeiten, Schmuck und Gerät, Keramik, Porzellan, Holz-, Glas- und Metalldesign, Textilkunst sowie Bildhauerarbeiten in kleineren Formaten Stück für Stück in Muße auf sich wirken lassen. Auch dort erwarten sie ebenso viele Ausstellerinnen und Aussteller bei ihren Arbeiten.




Bürgermeister Warmer tritt auf die Notbremse
Flüchtlinge ziehen ins Rathaus ein

Torsten Christ, Leiter des Amtes für Bürgerangelegenheiten (l.), und Bürgermeister Björn Warmer inspizierten die provisorische Wohnung im Rathaus.

Foto: Prädel

Reinbek (hap) - Alle Planungen für das nächste Jahr sind schon jetzt Makulatur. Ausgehend von den bisherigen Prognosen über die Entwicklung der Zahl der Asylbewerber hatte Reinbek erste Pläne für den Bau zusätzlicher Unterkünfte in 2016 aufgestellt. "Diese Vorhaben müssen wir in dieses Jahr vorziehen", sagt Bürgermeister Björn Warmer.
Der Grund: Die Zahl der Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten, aus Afrika und den Balkanländern steigt schneller als bislang befürchtet. Die Stadt Reinbek muss - auf der Basis der aktuellsten Schätzungen - im laufenden Jahr insgesamt 253 Asylbewerber aufnehmen. "188 haben wir bislang untergebracht", sagt Torsten Christ, Leiter des Amtes für Bürgerangelegeheiten im Rathaus.
Die Folge: Anfang dieser Woche zieht Bürgermeister Björn Warmer die Notbremse und öffnet erneut das Rathaus für Asylbewerber, weil noch nicht alle Unterkünfte fertig sind. So ziehen vorübergehend vier Syrer in einer provisorischen Wohnung im Untergeschoss des Verwaltungsgebäudes ein, bis zum Beispiel die so genannte Gelbe Villa an der Hamburger Straße - wie berichtet - renoviert ist. Am vergangenen Donnerstag gaben die Stadtverordneten in einer Sondersitzung grünes Licht für überplanmäßige Ausgaben in Höhe von rund 110.000 Euro, davon allein zirka 92.000 Euro für die Sanierung der Villa, die die Stadt von der Trägergesellschaft des Krankenhauses St. Adolf-Stift anmietet.
Zugleich werden konkrete Planungen für die Einrichtung neuer Unterkünfte vorangetrieben. Die Lage hat sich mittlerweile etwas entspannt, weil der Stadt nach Worten von Torsten Christ laufend freie Wohnungen am Immobilienmarkt angeboten werden. Inzwischen stehen 17 private Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung. Aber das reicht längst noch nicht aus. Der Sozial- und Schulausschuss setzt sich in der Sitzung heute, Dienstag, 1. September, mit einer Empfehlung auseinander, die der Bauausschuss bereits vor den Ferien gegeben hatte: Auf dem Gelände des Betriebshofes an der Hermann-Körner-Straße, so lautete der Ratschlag, könnten Wohncontainer für bis zu 50 Flüchtlinge aufgestellt werden.
Derzeit laufen die Arbeiten für die Einrichtung neuer Wohnanlagen auf der Wiese neben dem Freizeitbad und im Norden von Neuschönningstedt auf Touren. Dort sollen - wie berichtet - insgesamt bis zu 50 Flüchtlinge untergebracht werden. Weitere Mobilheime für Asylbewerber wurden im Krabbenkamp aufgestellt.
Bürgermeister Björn Warmer geht angesichts der aktuellen Lage in den Krisenregionen weltweit und der daraus resultierenden Flüchtlingsströme davon aus, dass "die derzeitige Ausnahmesituation auf Jahre gesehen zu einer Normalsituation werden" könnte.





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